Sie befinden sich hier:  Presse  »  Detailansicht

Viel Beifall beim Service-Oscar

Kreis Göppingen. Nicht nur die Gewinner des Service-Oscars haben die Zeitungsleser bewegt. Auch viele der Nominierten haben mit beispielhaften Dienstleistungen die Kunden und Juroren überzeugt.

Den Service-Oscar haben sie zwar am Ende nicht erhalten, doch über eine Auszeichnung durften sich die Nominierten trotzdem freuen. Eine Urkunde erhielten in der Kategorie Verkauf Margaretha Schwarz von der Landmetzgerei Fauser & Gölz und Maria Eder vom Penny-Markt in Göppingen. Schwarz arbeitet in der Metzgerei-Filiale in Hattenhofen und wurde von einer NWZ-Leserin vorgeschlagen, die sie als "stets besonders freundlich" beschrieb. "Sonderwünsche erfüllt sie gerne. Beim Fleischeinkauf gibt sie Rezeptvorschläge und wenn bei Fleisch und Wurst eine Sorte nicht mehr vorrätig ist, kennt sie jede Menge Alternativen", berichtete die Leserin.

Maria Eder fiel den Kunden mit ihrer "Freundlichkeit, Aufgeschlossenheit, Zuwendung und ihrem umwerfenden Lächeln" auf. Sie wurde vorgeschlagen, weil sie ein wahrer Sonnenschein sei: "Viele stellen sich extra in die Reihe vor der Kasse von Frau Eder, weil sie dieses positive Verhalten und die netten Worte und Gesten von ihr mögen, sie schätzen und auch brauchen."

In der Kategorie Handwerk waren Michael Fiedler von Rolf Seeberger Sicherheits- und Elektrotechnik in Schlierbach und Simon Zeller von Hörakustik Maurer in Salach nominiert. Mehreren Kunden war die hohe fachliche Kompetenz von Fiedler aufgefallen: "Er ist ein Fachmann und Spezialist der Extraklasse und kommt zu jeder Zeit, auch nach Feierabend oder am Wochenende", schrieb ein Leser. Die Geschäftszeiten von Herrn Fiedler bestimmten "seine Kunden", wie mehrere Zuschriften bestätigten.

Simon Zeller hatte einer 96-Jährigen Kundin freundlich und hilfsbereit zu einer Reparatur ihres alten Hörgerätes verholfen. Ein anderes Geschäft hatte der Frau geraten, gleich ein neues Gerät zu kaufen, doch Zeller kümmerte sich rührend um die alte Dame: "Er war zuvorkommend und konnte sich bestens in die Situation meiner Mutter versetzen. Ich hatte immer das Gefühl, dass er mit großer Freude und viel Einfühlungsvermögen seinen Job macht", schrieb die Tochter der Kundin an die Zeitung.

In der Kategorie Behörden/Verwaltung/öffentlicher Dienst war neben der Gewinnerin Ursula Weingart-Brodbeck von der Volkshochschule Göppingen (VHS) auch Annette Voigtländer vom Mörike-Gymnasium nominiert. Die Lehrerin hatte wochenlang und unermüdlich mit 150 Schülern das Musical "Barbarossa" eingeübt. "Sie hat die Schüler motiviert und jedem Anliegen Bedeutung zugemessen", schrieb ein Leser.

Voigtländer habe jeder noch so kleinen Rolle und jedem Detail Aufmerksamkeit geschenkt. "Mit diesem außergewöhnlichen Engagement hat sie viel mehr getan als sie müsste und damit klar gezeigt, dass auch Beamte längst schon in der Welt der Kunden- und Serviceorientierung angekommen sind."

Eine Urkunde erhielt auch die Nominierte in der Kategorie Reinigungskräfte/Hausmeister. Elena Virolde von der VHS Göppingen wurde von einer Leserin für den Service-Oscar vorgeschlagen, weil sie sich neben der Reinigung auch noch um die Kursbesucher, Dozenten und Mitarbeiter der Einrichtung kümmere.

"Oft beginnt sie schon früh morgens und ist im Raum des Integrationskurses anzutreffen. Sie wird nicht müde zu betonen, wie wichtig Sprachkenntnisse für eine gelingende Integration sind", beschrieb die Leserin. Virolde sei eine wichtige Anlaufstelle für Tipps, Hilfe und Beratung. Darüber hinaus sei sie sehr an Menschen interessiert, suche das Gespräch und sei deswegen viel mehr als eine Raumpflegerin: "Ihre Freundlichkeit und Wärme prägen die gute Lernatmosphäre im gesamten VHS-Haus auf besondere Weise."

Christine Böhm
26.03.2011, SWP